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Edita Fischer

Edita Fischer kam im Dezember 1944 als 16jährige über Ausschwitz, wo sie ihre ganze Familie verloren hat, nach Ravensbrück und ins KZ-Außenlager Daimler-Benz-Genshagen. Erst 1996 kam Helmuth Bauer, auf einen Hinweis von Insa Eschebach, in Kontakt zu Edita, obwohl diese nah zu seiner eigenen Wohnung in Berlin-Schöneberg lebte, und konnte fortan in zahlreichen Interviews die tragische Geschichte Editas und ihrer Familie aufzeichnen.

 

Ich habe irgendwie zu mir gefunden

Es ist eine schwere, emotionale Sache: In meiner Kindheit habe ich es verurteilt und gehasst, dass ich Jüdin bin. Ich wollte immer sein wie jeder andere. Ich habe immer gesagt: „Wieso bin gerade ich Jüdin ...“ Ich habe doch immer christliche Freundinnen gehabt. Kinder möchten gleich sein, Kinder möchten auch das gleiche anziehen. Das ist mir so gegen den Strich gegangen, dass ich auf einmal abgestempelt wurde als Jude.
Eine jüdische Identität habe ich erst gefunden – oder sie ist mir erst bewusst geworden – nach dem Holocaust. Ich habe überlebt. Ich habe gedacht: „Mein Gott, was hat unser Volk, nur weil sie Juden sind, durchgemacht!“ Und dann entstand so ein Satz, den man vielleicht ... – oder ein Gefühl, ein Wort wie: „Ich bin stolz, Jüdin zu sein.“ Ich habe irgendwie zu mir gefunden.

 

Edita Fischer im Film "Für Lohn und Würde"

Während der langwierigen Auseinandersetzungen um sog. "Entschädigungszahlungen" hat Edita Fischer gegenüber den Managern von Daimler-Chrysler 1998 deutliche Worte gesprochen.
--> zum Film


Trauerrede für Edita Fischer

gehalten auf dem Jüdischen Friedhof Berlin Weissensee, am 28. Dezember 2015 vom Kantor der Jüdischen Gemeinde Berlin

Trauerrede für Edita Fischer